Die Inselgruppe von Neukaledonien, was eigentlich Neuschottland heißt, liegt im südlichen Pazifik und ist ein wunderschönes Reiseziel. Doch nicht, dass Sie denken, sie gehört nun zu Großbritannien oder ist eine Britische Kolonie, nein, sie gehört zu Frankreich, wie auch ihre Flagge zeigt. Amtssprache ist hier also Französisch. Viele Pflanzen und Tierarten, die auf der Insel lebten, sind vom aussterben bedroht, oder schon ausgestorben, deshalb ist es wichtig, sich als Tourist angemessen zu verhalten. Seit 2008 zählt die Inselgruppe zum UNESCO. Einige ausgestorbene Arten sind zum Beispiel das Neukatalonien-Krokodil oder die gehörnte Riesenschildkröte. Leider gab es auf der Insel sehr große Buschfeuer, die einige der Tiere ausgerottet haben. Sie können nur sehr schlecht bekämpft werden. Trotz allem ist Neukaledonien ein Paradies auf Erden.

Wetter auf Neukaledonien

Neukaledonien

Fotografiert von: Chris Hoare

Paradies hat natürlich auch tolles Wetter. Nicht umsonst sieht man auf den Bildern in den Reiseführern und im Internet Sandstrände mit Palmen, azurblaues Meer und natürlich die Sonne. Doch das ist nicht das ganze Jahr so. Natürlich gibt es eine Hauptreisezeit, in der häufig die Sonne vom Himmel lacht. Da der Äquador schon weiter entfernt ist, herrscht hier kühleres Klima, als auf vielen nördlicheren Inseln. Doch dafür ist es trocken. Im Dezember bis März kann es manchmal feucht werden, denn dann kommen kurze Regenschauer und trüben die Sonne. Am kältesten ist es im August auf der Insel. Da diese im Süden der Erde liegt, muss man sich das mit unserem November und Dezember vorstellen. Doch natürlich gehen die Grade nicht unter Null, sondern bleiben in den Plusbereichen. Nachts kann es jedoch ganz schön abkühlen. Im April bis November bleibt es meist trocken, doch die Temperaturen erreichen nur Werte zwischen 20 und 22 Grad. September bis November sind die besten Reisemonate, denn dann ist es nicht zu heiß und es gibt wenig Regen.

Sehenswürdigkeiten auf den Inseln

Nouméa

Fotografiert von: Bruce Tuten

 

Die Kanak sind hier die Ureinwohner der Insel und diese haben ihre besonderen Traditionen, wie überall auf der Welt. Hier gibt es zum Beispiel Abendveranstaltungen, Theaterstücke und vieles mehr. Um das alles an einem schönen Ort zu plazieren, baute man vor einigen Jahren das Tjibaou-Kulturzentrum auf der Hauptinsel Grande Terre. Es ist von einem wunderschönen Park umgeben und liegt auf der Halbinsel Tina, die zur Hauptstadt Nouméa gehört. 1854 wurde die Hauptstadt der Inselgruppe auf einer sehr schmalen Halbinsel gegründet. Sie ist eine Universitätsstadt und verfügt über eine römisch-katholische Gemeinde. Und somit ist auch hier das Christentum angesiedelt.

Nouméa

Nouméa

Fotografiert von: Chris Hoare

 

Die Inselhauptstadt ist ein kulturelles Highlight hier gibt es so viel zu sehen, wie das Aquarium des Lagons. Hier finden Sie die schönsten Fisch der Region, sowie zahlreiche andere Meerestiere in ihrem exotischen Zuhause. Tauchen Sie ein in eine Welt der Meere, ganz für sich allein. Es gibt hier mehrere Bereich, in denen verschiedene Fische untergebracht sind. Meeresschnecken, Muscheln und die wunderschönen Schildkröten kann man hier hautnah miterleben. Im Anschluss an den Besuch ist ein Bummel durch den Shop angesagt. All das, was hier geboten wir, kann gekauft werden, Kuscheltiere, Spritzfische und vieles mehr. Es unterstützt das Meeresaquarium und kommt den Tieren, sowie den Pflegern zu Gute.

Île des Pins

Île des Pins

Fotografiert von: Chris Hoare

Wer dem Großstadttrubel einfach entgehen möchte kann sich auf der Île des Pins direkt aufs Paradies freuen. Hier findet man neben den traumhaftesten Sandstränden natürlich auch jede Menge Natur, Streusiedlungen der Alten Völker und jede Menge Geschichte. So kann in Ouro, im Westen der Insel die Ruinen einer alten Sträflingskolonie bestaunen. Dazu gibt es einen Wasserturm, der heute noch seinen Zweck erfüllt und 2005 restauriert wurde. In dieser Region gibt es auch einen bedeutenden Friedhof, der sich am Ouro, dem längsten Fluss der Insel entlangzieht. Gleich dahinter beginnt der Urwald. Die gesamte Insel gehört zum Naturerbe der UNESCO. Taucherfreunde kommen nach Gadj, eine Siedlung, die durch einen Häuptling sehr bekannt geworden ist. Leider fiel dessen Haus 1910 einem Großbrand zum Opfer. Heute ist es ein augewählter Platz zum Tiefseetauchen oder Schnorcheln. Da zu den Insel auch Riffe gehören, kann man hier die wunderschönsten Meerestiere live in ihrem Lebensraum sehen, man muss sich nur trauen.

Lifou

Lifou

Fotografiert von: eGuide Travel

Wers “Atollig” mag, der ist auf Lifou genau richtig. Ja es ist ein Atoll, mit zahlreichen wassergefüllten Tropfsteinhöhlen, drei Häuptlingsbezirken und dem Hauptort Wé mit seinem kleinen Flugplatz. Der Ort dient als Verwaltungsbezirk, ist jedoch von einer Großstadt noch meilenweit entfernt. Besonders beliebt zum Tauchen ist das Korallenmeer.

Fazit

Die Inselgruppe ist eine der beliebtsten Südseegebiete schlechthin. Hier kann man neben zahlreichen Sandstränden, die aussehen, wie das Paradies auch Kultur sehen, Tauchkurse machen und Schnorcheln. Das Korallenmeer ist eines der beliebtsten Gewässer der Welt, sauber, man kann bis auf den Grund sehen und sich den Lebensraum der seltensten Meerestiere anschauen. Man sollte vorsichtig sein, die Inseln sind UNESCO Weltkulturerbe und einige Tiere sind schon ausgestorben, weil die Lebensbedingungen gefährdet sind. Trotz allem ist die Inselgruppe atemberaubend schön. Hier lernt man ebenfalls das Leben der einheimischen Stämme kennen.

Das Titelbild wurde fotografiert von: Chris Hoare

Neukaledonien – Frankreichs Weltnaturerbe im Südpazifik
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