Französisch geht es auch hier zu, auf Huahine, denn das Atoll gehört zu Französisch Polynesien, einer riesigen Inselgruppe im Pazifik, der schönen Südsee. Auch hier sieht man im Reiseführer gleich einige schöne weiße Sandstrände und man verliebt sich schnell in das Atoll. Nur 175 km entfernt von Tahiti liegt dieses kleine Paradies verborgen und viele Urlauber kennen es noch nicht und haben es nicht auf ihrem Plan. Deshalb ist der Tourismus auf der Insel nicht übertrieben stark und man findet seine ruhigen Ecken. Es ist also kein “Mallorca” der Südsee. Das Atoll besteht aus zwei Vulkaninseln, nämlich Nui und Iti. Der höchste Berg ist der Mont Turi mit knapp 700 Metern.

Wetter auf Huahine

Huahine

Fotografiert von: Olivier Bruchez

Im Paradies lauert meist auch immer eine Schlange. Und hier sind es die Niederschläge, die das ganze Jahr über fallen. Selbst in den trockensten Monaten, die es hier gibt, sind sie höher, als in Deutschland. Doch davon sollte man sich nicht vertreiben lassen. Die beste Reisezeit ist im Juni, denn da ist der geringste Niederschlag. Im Januar dagegen findet man hier den meisten Regen vor und sollte auf der Hut sein. Regenjacke einpacken. Obwohl die Temperaturen selten unter 20 Grad sinken, also ist es ein warmer Sommerregen, der hier fällt und das macht viel aus. Der August ist der kälteste Monat mit 17 Grad Mindesttemperatur.

Der Garten Eden der Inseln

Huahine

Fotografiert von: Olivier Bruchez

Die Insel, die dem Garten Eden entspricht, ist ein riesiger tropischer Dschungel mit Kokosnussplantagen, Vanille-Orchideen, Bananen-Hainen, Brotfruchtbäumen und Wassermelonenfeldern. Neben seinen üppigen Landschaften und hellen Blüten ist Huahine auch ein kulturell erhaltenes Heiligtum mit heiligen Tempeln, die in der dichten Vegetation versteckt sind. Zweifellos wird diese Insel seine Urlauber verzaubern.

Natürlichkeit der Insel

Huahine ist außergewöhnlich grün – vielleicht mit Neid, da weniger Reisende ihre sandigen Küsten und üppigen Hügel als ihre bevorzugten Gegenstücke, Moorea und Bora Bora, besuchen. Aus diesem Grund hat Huahine die verlockende Essenz und Authentizität der frühen Polynesien beibehalten. Die Einheimischen sind stolz darauf, das zu bewahren, was sie wirklich für die malerischste Insel Tahitis halten. Viele Urlauber verlieben sich in die Insel und kehren immer wieder zurück, da der Tourismus noch weit entfernt ist und die Strände leer erscheinen. Man könnte sagen die Zeit ist stehen geblieben.

Geschichte und Kultur – groß geschrieben

 

Huahine

Fotografiert von: Olivier Bruchez

Diese natürliche Fülle fügt sich nahtlos in eine Fülle antiker Geschichte und mythischer Intrigen ein. Einst Heimat des tahitischen Königshauses, gilt Huahine als Wiege der polynesischen Kultur. Die Insel beheimatet die größte Konzentration an antiken Marae (Tempeln) in Französisch-Polynesien, von denen einige auf die ursprünglichen Vorfahren der Tahitianer – die Lapita – um 700 n. Chr. Zurückgehen.

Archäologie Enthusiasten oder nicht, wenn man auf der Insel was erleben möchte, dann sollte man eine Tour buchen. Der Guide ist ein Einheimischer, der den Urlaubern die schönsten Ecken seiner Heimat zeigen kann, wie den größten Steintempel außerhalb von Maeve Village. Hier gibt es Ausgrabungen soweit das Auge reicht. Am See Fauna Nui findet man noch heute die alten Steinfischfallen, die als so heilig gelten, dass nur Nachkommen der königlichen Familie von Tahiti sie entfernen können. Eine Wanderung Matairea-Hügel ist ebenfalls verlockend. Dabei stößt man auf Überreste unzähliger religiöser und zeremonieller Monumente. In einem Süßwassersee in der Nähe der Stadt Faie kann man am Ende seiner Tour noch die Fütterung der heiligen blauäugigen Aale beobachten.

Fazit

Wer das Paradies auf Erde und vielleicht ein wenig Einsamkeit sucht, der ist auf der landschaftlich reizvollen Insel genau richtig. Weitab von Touristenhochburgen mitten in der Natur kann man hier eine kleine Hütte beziehen und es sich so richtig gemütlich machen. Nur sollte man sich vor dem Regen in Acht nehmen, der hier jährlich und regelmäßig fällt. Da die Temperaturen jedoch kaum unter 20 Grad sinken, ist das jedoch kein Problem und man kann auch so die grünen Wälder, Hügel und die idyllischen Sandstrände des Garten Eden besuchen. Man taucht ein in eine andere Welt, die Welt der Götter, Häuptlinge und der Geschichte der Südsee.

Titelbild-Quelle: dany13

Huahine – Die ruhige Insel in Französisch Polynesien
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